Als hochmittelalterliche Rodungssiedlung wird das als
"Platzweiler" angelegte Oberwittbach betrachtet. Wie Altfeld, Glasofen und
Michelrieth gehörte auch Oberwittbach Jahrhunderte lang zur Grafschaft Wertheim.
In dieser Zeit teilten die Untertanen ein gemeinsames, von der jeweiligen
Herrschaft bestimmtes Schicksal.
Die Herrschaft übten aus seit dem 9. Jahrhundert die Abtei Fulda mit der
Propstei Holzkirchen, später auch das Augustiner-Chorherrenstift Triefenstein
und die Kartause Grünau. Nach dem Aussterben der Grafen von Wertheim setzten
sich die Grafen von Löwenstein-Wertheim als Erben durch und blieben bis 1848
bestimmend auch in Oberwittbach.
Noch heute bestimmt die landwirtschaftliche Prägung, die
Jahrhunderte lang für alle Grafschaftsorte galt, den heutigen Stadtteil Oberwittbach.
Seit dem Jahr 1976 gehört Oberwittbach zur Stadt Marktheidenfeld.